Aktuelle Veranstaltungen
- Online Petition – Für ein eigenständiges EU-Jugendprogramm
Das europäische Förderprogramm "Jugend in Aktion" läuft 2013 aus. Die Förderung der internationalen Zusammenschlüsse wie ECOSY und IFM-SEI würden gestrichen werden. Viele Verbände, Vereine, Organisationen und sogar das BMFSFJ wenden sich dagegen, dass das Jugendprogramm der EU ausschließlich auf Beschäftigungsförderung ausgerichtet werden soll. Es sind viele Alternativvorschläge geschrieben worden, auf Konferenzen, Sitzungen, Tagungen usw. wenden sich viele Verbände gegen diese Engführung.
Für den Jugendbereich bedeutet dies, dass:
1. Kein eigenständiges Programm mehr existieren soll.
2. Projektförderungen für Jugendinitiativen, Jugenddemokratieprojekte und Projekte des Strukturierten Dialogs weitestgehend wegfallen würden.
3. Gerade freie Jugendinitiativen, die sich von jungen Menschen ad hoc bilden und keine juristischen Personen sind, die sich aber mit europäischen Themen und Werten auseinandersetzen, dadurch kaum noch finanzierbar werden.
4. Die Verantwortung die Förderung demokratischer Werte durch informelles und non-formales Lernen den Bildungsministerien zugeordnet werden soll: das Engagement junger Menschen wird auf Lernerfahrungen reduziert.
5. Die jugendpolitischen Instrumente zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland, wie in ganz Europa, stark beschnitten werden.
Jugend braucht Zukunft! Bitte unterzeichnet ebenfalls!
http://openpetition.de/petition/online/fuer-ein-eigenstaendiges-eu-jugendprogramm
- SVs in NRW: Ausschreibung zu einem kostenlosen Praxisprojekt
"Partizipation und Teilhabe",
Praxisprojekt für SVs in NRW zu einem kritischen Dialog
Die Aufforderung zur Partizipation bedeutet, sich in seine eigenen Angelegenheiten einzumischen. Für Partizipation und Teilhabe gibt es allerdings kein Patentrezept, in dem Sinne: Man nehme zwei Teelöffel davon und ein Stück hiervon. Aber ganz ohne Zweifel müssen für eine gelungene echte Partizipation ein paar Voraussetzungen stimmen.
In der Schule könnt ihr vielfältige Möglichkeiten schaffen, soziales Miteinander engagiert und kreativ zu gestalten, euch aktiv einzumischen und gegenseitige Verantwortung zu übernehmen. Ihr könnt an eurer Schule Voraussetzungen zur sozialen und kulturellen Teilhabe erarbeiten.
Partizipation und Teilhabe sind wichtige Voraussetzungen für eure eigene Entwicklung, eine positiv erlebte Lernumgebung und für eine gelingende Gestaltung eures eigenen Lebens.
Ihr könnt Euch als SV ganz unterschiedlich beteiligen:
- in der Gremienarbeit (Klassenrat, Schülerparlament, Stufenparlament, Klassen- und Gesamtkonferenzen),
- bei euren Lernprozessen (Unterricht/Projekte)
- im Schulalltag (Regeln, Zeitgestaltung, Angebote, AGs ...),
- bei der Gestaltung der Schule (Lernräume, Freizeitbereich drinnen und draußen, Mensa, Aula ...),
- in der Netzwerkarbeit in und außerhalb der Schule (VertrauenslehrerIn, SozialpädagogInnen, Schulzeitung, andere Schulen, Jugendeinrichtungen, Kultureinrichtungen, Sportvereine ...).
Wie und was ihr in eurer SV-Arbeit davon in Angriff nehmen und zur Umsetzung bringen wollt, müsst Ihr entscheiden.
Wir wollen mit euch an diesem Wochenende an den Themen arbeiten, die euch interessieren und die ihr für wichtig haltet. Was tut ihr gegen rechte Tendenzen? Welche Themen wollt ihr im Unterricht behandelt haben? Wie bekommt ihr die unterschiedlichen Jugendkulturen unter einen Hut? Wie sieht eine faire Schule aus? Warum kommen bestimmte Gruppen nicht zur SV-Arbeit?
Egal welche Fragen euch im Moment am Meisten beschäftigen, wir arbeiten mit euch daran!
Wir werden an eurer konkreten Schulsituation anknüpfen und uns Zeit nehmen und Raum haben, um eure Meinungen und Vorstellungen gemeinsam zu besprechen, ihr habt Raum und Zeit euch zuzuhören und auf euch einzugehen und wir werden Gemeinsamkeiten feststellen und konkrete Verabredungen für Eure SV-Arbeit treffen.
Das Seminar findet an einem der ersten beiden Dezemberwochenenden 2012 statt. Anreise ist Freitag, Abreise am Sonntag. Alle Kosten, inklusive Übernachtung und Verpflegung, werden von uns übernommen.
SVs können sich in der JuBi Welper bis zu den NRW-Herbstferien 2012 bewerben.
Den Bewerbungsbogen könnt ihr hier herunterladen (pdf, 16 kb).
Anschrift: Jugendbildungsstätte Welper, Rathenaustr. 59a, 45527 Hattingen
- InkluVision: Das dreijährige Projekt zum Thema Inklusion in der Sekundarstufe (gefördert durch Aktion Mensch) hat erfolgreich begonnen!
Mit der Jugendbildungsstätte im Freizeitwerk Welper haben sich sechs weiterführende Schulen aus dem Ruhrgebiet auf den Weg gemacht, um Antworten zu finden, welche Unterstützung und Begleitung die Schule zur Umsetzung von Gemeinsamen Unterricht (GU) im Kontext von Inklusion benötigt. Nach der UN-Behindertenrechtskonvention, die seit 2009 auch in Deutschland gilt, haben alle Kinder das Recht auf Zugang zu einer gemeinsamen allgemeinen Schule - unabhängig von Behinderung, Geschlecht, sozialer und/oder kultureller Herkunft. Allerdings tut sich Schule schwer mit der Implementierung von Inklusion, was zu einem großen Teil an dem bisherigen selektiven Schulsystem mit seinen homogenen leistungsorientierten Lerngruppen liegt.
Die GS Berger Feld (GE), die Europäische Gesamtschule (DO), die HS Innenstadt-West (DO), die HS Sprockhövel (EN), das Alfred Krupp Gymnasium (E) und das Gymnasium Eickel (HER) konnten mit ihren Inklusionsklassen für das Projekt gewonnen werden. Wir wollen gemeinsam praxistaugliche Angebote für den Gemeinsamen Inklusiven Unterricht entwickeln. Dazu werden diese Klassen in zwei mehrtägigen Seminaren in der Jugendbildungsstätte modellartig und zielgruppenorientiert Vielfalt, Diversität und differenziertes Lernen ausprobieren. Zusätzlich erhalten die Lehrkräfte die Möglichkeit zum kollegialen Austausch und werden zu unterschiedlichen Themen fortgebildet.
Bei der gelungenen Auftaktveranstaltung in der Willi-Michels-Bildungsstätte im Februar 2012 wurden Wünsche und Bedarfe für die Durchführung des dreijährigen Projektes formuliert. Nach Fachvorträgen aus Wissenschaft und Praxis und interessanten aufschlussreichen Diskussionen von mehr als 30 Teilnehmenden wurden, die nächsten Schritte im Projekt geplant.
Anfang März konnte Barbara Rochholz, Förderschullehrerin an der Matthias-Claudius-Gesamtschule in Bochum, im Rahmen einer eintägigen Fortbildung für die Projektkoordinatoren und die Teamenden der Schulklassenseminare mit theoretischen Inputs und praktischen Übungen an folgenden Themenschwerpunkten arbeiten:
- (persönlicher) Umgang mit heterogenen Lerngruppen,
- gemeinsames Basiswissen über Inklusion,
- Berührungsängste abbauen,
- Rücksicht nehmen oder nicht?
- Behinderungsbilder kennen lernen.
Zur konkreten Seminarvorbereitung mit den Schulklassen wurden Ideen der Differenzierung für eine heterogene Lerngruppe in vorgegebenen Unterrichtssituationen bzw. außerunterrichtlichen schulischen Zusammenhängen entwickelt, um allen SchülerInnen mit und ohne Förderbedarf gerecht zu werden. Ziel war dabei, an den Fähigkeiten der Kinder anzusetzen und ein positives Lernverhalten aufzubauen.
Beim ersten Projekttreffen der beteiligten Schulen Ende März wurden die Anforderungen und Problemlagen von Schule und Pädagoginnen/Pädagogen im inklusiven Schulsystem thematisiert. Viele Fragen wurden gestellt: Wie verändern sich die verschiedenen Arbeitsbereiche? Wie müssen räumliche, sächliche und personelle Bedingungen für Inklusiven Unterricht an meiner Schule sein? Wie erhalte ich Akzeptanz und Unterstützung bei der Schulleitung, im Kollegium?
Positiv war bei allen Projektbeteiligten die Aufbruchstimmung, etwas Neues mit gestalten zu können und auch das Wissen bzw. inzwischen auch die Erfahrung in ihren Klassen, dass in heterogenen Lerngruppen das Sozialverhalten deutlich angenehmer ist als in herkömmlichen Klassen. Den Teilnehmenden war darüber hinaus die Vernetzung und der kollegiale Austausch wichtig, um sich gegenseitig zu unterstützen und miteinander neue Sichtweisen und pädagogische Ideen entwickeln zu können. Inklusion beinhaltet und erfordert Perspektivenwechsel, Teamarbeit, Flexibilität und Kreativität – die Mitarbeit im Projekt bietet hier viele Chancen und Möglichkeiten.
In diesem Zusammenhang sind die Seminare mit den Schulklassen, die im Mai beginnen werden, von großer Bedeutung für die Regel- und FörderlehrerInnen. Sie werden z. B. bei erlebnispädagogischen Übungen ihre SchülerInnen beobachten und anders erleben können als in der Schule. Bei modellartigen Unterrichts- und Übungseinheiten werden sie sich weitere Anregungen und Impulse für Inklusiven Unterricht holen können. In Auswertungsgesprächen zwischen allen beteiligten PädagogInnen können herkömmliche Unterrichtsroutinen hinterfragt und neue Entwicklungsperspektiven für die gesamte Gruppe, aber auch für einzelne Kinder besprochen werden. Und die SchülerInnen werden mit Sicherheit ein positives Gemeinschaftsgefühl erleben, was für die Lernatmosphäre in der Klasse nur förderlich sein kann.
- Deutsch-irischer Jugendaustausch war mal wieder ein voller Erfolg!
"Wir sind so gerne hier und finden es auch klasse mal mit Kids aus anderen Ländern was zu tun zu haben. Die sind zwar anders, aber irgendwie auch doch nicht", sagt eine Teilnehmerin.
Im November 2011 trafen sich 15 deutsche und 16 irische Jugendliche zu einer Begegnung in Cavan (in der Nähe von Dublin), um sich mit dem Thema "Integration in Deutschland und Irland – Probleme und Chancen" auseinanderzusetzen. Im Februar 2012 fand jetzt der Gegenbesuch in der Jugendbildungsstätte des Freizeitwerks Welper statt. Es gab ein vollgepacktes Programm mit verschiedenen Aktivitäten und Hausbesuche in Essen, verschiedene Workshops wie Rap und Hip-Hop, und immer wieder deutsch-irischer Kulturaustausch über die eigene Rolle im gegenwärtigen und zukünftigen Europa.
Dieser Jugendaustausch konnte durch die finanzielle Unterstützung durch die Europäische Union, vertreten durch die deutsche Agentur "Jugend für Europa", realisiert werden.
Presse: Stadtspiegel - Austauschprojekt lässt in Welper die Hütte leben (pdf, 331 kb)
- Der Vorstand des Freizeitwerks Welper e. V. verabschiedet auf seiner Sitzung am 26.10.2011 ein neues Leitbild für die Einrichtung.
